Heidenheim / hz Weil den beteiligten Künstlern wichtige Einnahmen ausfallen, rufen die Fördervereine der Opernfestspiele und der Cappella Aquilea nach der Absage für 2020 zu Spenden auf.

Die Opernfestspiele können aufgrund der Coronakrise in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Rückabwicklung der bereits verkauften 11 000 Eintrittskarten, mit den Optionen eines Gutscheins für die Spielzeit 2021, einer Rückerstattung oder einer Spende, läuft.

Laut einer Pressemitteilung der Fördervereine der Opernfestspiele sowie der Cappella Aquilea zahlen deshalb die Opernfestspiele Heidenheim als Zeichen der Solidarität und Verbundenheit ein Viertel der entgangenen Honorare für die Festspielzeit 2020 an die Künstler aus.

„Wir unterstützen dieses Vorgehen ausdrücklich und rufen zusätzlich dazu auf, zugunsten der Künstler und aller temporär Beschäftigten, die die Heidenheimer Festspiele ermöglichen, zu spenden“, heißt es in der Mitteilung.

Die erzwungene Absage treffe mitten ins kulturelle, gesellschaftliche und auch wirtschaftliche Herz der Stadt Heidenheim: Zahlreiche Dienstleister aus Handwerk, Gastronomie und Hotellerie arbeiten mit den Festspielen zusammen und hätten nun teils herbe Einbußen zu verzeichnen. Besonders hart treffe der Ausfall Sänger, Musiker der Cappella Aquileia und alle weiteren beteiligten Künstler.

„Viele der Künstler sind Heidenheim seit Jahren treu und oft freundschaftlich verbunden. Sie akzeptieren oftmals Gagen, die deutlich unter denen des internationalen ‚Marktes’ liegen. Viele von ihnen sind aber auch freischaffende Künstler und durch die finanziellen Ausfälle durch die Krise in ihrer Existenz bedroht“, so die beiden Vereine weiter. Die Bankverbindung für Spenden findet sich auf den Internetseiten der beiden Vereine unter www.cappella-aquileia.de sowie auf www.fv-opernfestspiele.de.