Heidenheim / Manfred F. Kubiak Heidenheims Opernfestspieldirektor Marcus Bosch feiert heute seinen 50. Geburtstag. Zeit, auf sein Wirken zu schauen. Nicht nur in Heidenheim.

Es gab Zeiten, da wurde in der HZ nicht über Marcus Bosch berichtet, sondern da berichtete Marcus Bosch für die HZ. Über Konzerte selbstverständlich, denn seine Welt war schon immer die Musik. Doch als er Anfang der 90er-Jahre mit dem am Hellenstein-Gymnasium erworbenen Abitur in der Tasche auszog, um Musik zu studieren, war nicht unbedingt absehbar, dass er damit einmal die Welt sogar umtreiben würde.

Zuerst zog es ihn vom Studienort Heidelberg/Mannheim an Wochenenden noch zurück ins Elternhaus nach Steinheim – und abends in Konzerte, über die er als freier Mitarbeiter der Kulturredaktion hier in der HZ berichtete. Als er dann nach dem Abschluss seiner Studien vom Theater in Osnabrück als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung engagiert wurde, war er nun schon Gegenstand eines Berichts in der Heimatzeitung. Was zur Gewohnheit werden sollte.

Denn die Dirigentenkarriere des Marcus Bosch nahm schnell Fahrt auf: Zweiter Kapellmeister in Wiesbaden, Erster Kapellmeister in Saarbrücken, Generalmusikdirektor in Aachen, Generalmusikdirektor in Nürnberg, Professor an der Hochschule in München, bis 2022 ausgebuchter freier Dirigent mit weltweiten Verpflichtungen und, nicht zuletzt eben, seit 2010 Opernfestspieldirektor in seiner Geburtsstadt Heidenheim, der er mit ihrem Festival künstlerisch klug und diplomatisch geschickt einen Platz auf der Weltkarte erspielt hat.

Es gab und es gibt viel zu tun. Und darüber kann einer schon plötzlich 50 werden. So wie es Marcus Bosch am heutigen Montag wird.