Heidenheim / hz Zum Artikel über abgesagte und stattfindende Kulturveranstaltungen („Vorhang auf in der Sasse“, Ausgabe vom 13. März)

Überrascht lese ich, dass die Sasse ihre Vorstellungen nicht absagt und ihre Zuschauer auf engstem Raum bespaßen wird. Auch die Stadt Heidenheim als Betreiber des Congress-Centrums sieht sich nicht in der Verantwortung, alle Veranstaltungen im Congress-Centrum bis auf weiteres abzusagen.

Beide Veranstalter hätten finanzielle Verluste. Sind diese höher zu bewerten als die Gesundheit seiner Besucher? Denken die Veranstalter, dass die bereits bezahlten Karten nicht genutzt werden und die Käufer ihr Verantwortungsbewusstsein zeigen und nicht zur Veranstaltung kommen?

Wer kann von sich mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass er nicht mit einer von Covid-19 infizierten betroffenen Person Kontakt hatte, die aber noch keine Krankheitssymptome zeigt?

Ich appelliere an alle Veranstalter, vor allem die Stadt Heidenheim und die Sasse, ihrer Verantwortung gegenüber der Bevölkerung nachzukommen und alle Veranstaltungen bis Ende April abzusagen und somit die Empfehlung der Experten umzusetzen.

Das bedeutet aber leider für die Veranstalter auch, einen Verlust in Kauf zu nehmen und alle bereits bezahlten Karten zurückzukaufen.

Dieter Hosper, Heidenheim