Nach langer Pause konnte jetzt wieder eine Vernissage in der Galerie Fetzer stattfinden, was die Gäste ebenso freute wie die Galeristen und das Künstlerpaar.

Die Ausstellung zeigt Kreidearbeiten von Reiner Seliger und Ritzungen von Heidi Gerullis. Im Künstlergespräch erzählte Reiner Seliger, wie er, noch im Zweiten Weltkrieg geboren, in den Trümmerfeldern seines Heimatortes Düsseldorf gespielt hat. Dieses Umfeld war für ihn schon damals Inspiration und Schönheit. Hauptsächlich Kreidearbeiten hängen in der Galerie. In unterschiedlichen Farben, gesägt und gebrochen, als Kreidestaub, eingebettet in Spachtelmasse und dann zum Teil wieder ausgebrochen. Beeindruckend, was aus diesem Material alles entstehen kann.

Spachtelmasse und Acryl

Heidi Gerullis stellt Ritzungen aus. Dabei trägt sie mehrere Schichten Spachtelmasse und Acrylfarbe auf, die sie dann mit den unterschiedlichsten Werkzeugen wieder aufbricht. So entstehen durch den Ritzungsvorgang gänzlich neue Oberflächen, ein Netzwerk aus Linien, Gittermustern und damit ein wohlgeplantes, scheinbar beliebig erzeugtes Furchensystem.

Die Ausstellung geht bis 12. November. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 15 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung.

Herbrechtingen