Ein einziges Instrument stand im Zentrum der ersten Museumsmusik im festlichen Ambiente der Heidenheimer Schlosskirche. Siniša Ljubojevic gestaltete mit seinem Akkordeon wahrlich meisterhaft einen Konzertabend und begeisterte die 55 Besucher nachhaltig. Die dynamische Klangfülle schon im ersten Stück, einer Adaption einer Bachschen Cembalo-Toccata, weckte Assoziationen zu akustischen Eindrücken großer Kirchenorgeln. Stets am historisch informierten Ideal angelegt, gestaltete Ljubojevic die Toccata von Bach und später eine Klavierfantasie von Mozart schlüssig und überzeugend.

Differenzierte Klangfarben

Feine Nuancen der Artikulation mit differenzierten Klangfarben präsentierte er ebenso gekonnt wie große Linien und dynamische Steigerungen. Mit charmanter Moderation machte er schließlich den Zuhörern die höchst anspruchsvollen Originalkompositionen von Magnus Lindberg und Anatolij Kusjakow schmackhaft. Dass diese Kompositionen die Grenzen des Instruments und des Spielers derart ausreizen, hätte er nicht vorher erläutern müssen - die Schlosskirche vibrierte geradezu in den vielen höchst virtuosen Passagen, die mühelos und souverän serviert wurden. In Sergei Rachmaninovs Barcarolle g-Moll zeigte Ljubojevic seine romantische Ader und bezauberte mit gefühlvollem Ausdruck. Ein großes Glück für die Musikschulen Heidenheim und Steinheim, an denen der vielfach preisgekrönte Musiker sich als beliebter Pädagoge der Nachwuchspflege widmet. Das begeisterte Publikum entließ den jungen Meister nicht ohne eine Zugabe, in der er sich mit einem brillant dargebotenem Tango einem weiteren Genre der beeindruckenden Akkordeon-Literatur widmete.

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