Die Cappella Aquileia war im Juli das weltweit zweite Symphonieorchester nach den Wiener Philharmonikern, das zu einem fast uneingeschränkten Spielbetrieb zurückkehren konnte: Festspieldirektor Marcus Bosch hatte vom Rostocker Biotech-Unternehmen Centogene als Sponsoringleistung die doppelte Coronatestung aller Beteiligten mit Expressauswertung erwirkt.

Da alle Tests vor und während der Arbeitsphase negativ ausgefallen waren, hatte das Gesundheitsamt grünes Licht gegeben für die Verringerung von Mindestabständen. Das Ergebnis: Eine „Klangwolke“ im SWR, eine Liveübertragung, die laut SWR rund 350 000 Menschen gestreamt haben, und eine hochkonzentrierte Studio-Aufnahme mit Ouvertüren und der Schauspielmusik zu „Egmont“ von Ludwig van Beethoven.

Musiken für das Theater

Nun wird die Reihe der Aufnahmen mit Beethovens „Musiken für das Theater“ fortgesetzt, auch wieder im Live-Format und als Teil der Meisterkonzerte der Festspiele unterm Jahr: Am 23. und 24. Oktober erklingen im Heidenheimer Congress-Centrum unter der Leitung von Marcus Bosch die Ballettmusik zu „Die Geschöpfe des Prometheus“ und die vielleicht berühmteste Sinfonie überhaupt, die Fünfte in c-moll, auch bekannt unter dem Namen „Schicksalssinfonie“. Erstmals wird bei den Meisterkonzerten das Format für Orchesterkonzerte durchgeführt: Damit alle Abonnenten und alle Konzertbesucher, die im Congress-Centrum beim Konzert Platz gefunden hätten, das Programm mit dem gebotenen Mindestabstand hören können, wird die Cappella Aquileia die beiden Werke insgesamt dreimal spielen: Als Hauptkonzert am Samstag, 24. Oktober um 20 Uhr, als Matinee am selben Tag um 11 Uhr, und als öffentliche Generalprobe am Freitag, 23. Oktober um 19 Uhr. Alle Konzerte werden ohne Pause gespielt und werden etwas über eine Stunde dauern.