Heidenheim / Joelle Schilk Das neue Programm der Kinder- und Jugendkunstschule reicht von Zeichnen über Pop-Art bis hin zur Übernachtung im Kunstmuseum.

Bereits seit über einem halben Jahr präsentiert sich der große Ausstellungssaal im Kunstmuseum als „Unterwasserwelt“, lockte in dieser Zeit zahlreiche große und kleine Besucher an, lud zur Fahrt mit dem U-Boot ein und gab mit liebevollen Details das Gefühl, dort tatsächlich auf Tauchfahrt zu gehen. Ist sie deshalb also schon ein alter Hut? Keineswegs. „Die Ausstellung ist wirklich wahnsinnig gut besucht, und auch unsere Workshops sind meist ausgebucht“, sagt Johanna Bauer. Sie kümmert sich um das Programm der Kinder- und Jugendkunstschule „Kiku“, die ihre Werkstatt im Keller des Kunstmuseums hat und viele Kurse mit den aktuellen Ausstellungen des Museums verbindet.

Kein Wunder also, dass auch die „Unterwasserwelt“ wieder auf dem neuen Programmflyer steht. Die läuft zwar nur noch bis 19. April, soll bis dahin aber weiterhin als Inspirationsquelle für kleine Künstler dienen. Einige Kurse wie „Grün, Lila, Orange“ starten zwar in der „Unterwasserwelt“, lassen aber völlig offen, was die Kinder letztendlich werkeln möchten. Andere geben klar vor, was gebastelt wird: Flaschenfische oder Schiffe beispielsweise. Oder aber, und das ist ganz neu im Programm, man verbringt gleich 18 Stunden am Stück dort – „Nachts im Museum“ nennt sich das dann und findet vom 14. auf den 15. März statt. „Es wird gespielt, gewerkelt, gegessen und übernachtet“, so Bauer.

Künstler zeigen, wie es geht

Auch Rolf Nikel, der seine Werke derzeit im kleinen Wechselausstellungssaal zeigt, ist mit ins „Kiku“-Programm eingebunden. Im Rahmen der offenen Museumswerkstatt, die sich an Familien, Kinder und Erwachsene gleichermaßen richtet, bietet er am 15. März einen Kurs, bei dem er erst durch die Ausstellung führt und den Teilnehmern anschließend seine besondere Technik der Kaltnadelradierung näher bringt. Weitere Termine sind am 26. April die Druckwerkstatt, am 17. Mai eine Führung durch die Picasso-Sammlung, nach der dann gestempelt, gedruckt, gezeichnet und gemalt werden kann, und am 5. Juli die Bildhauerwerkstatt. Letztgenannte übrigens bezieht sich ebenfalls auf eine Ausstellung: „Franklin Pühn zum 95.“ folgt am 15. Mai auf Rolf Nikel.

Was sonst noch neu ist? Zum Beispiel die Dozentin Clarissa Schmitz-Rode, die ab dem 14. März sieben Mal immer samstags einen Pop-Art-Kurs für Kinder anbieten wird und den „Kiku“-Verein bereits gut kennt: „Sie selbst war als Kind oft hier, studiert jetzt in Ludwigsburg und macht gerade ihre Abschlussarbeit, weshalb sie den Kurs samstags machen kann“, so Bauer. Ein wichtiger Schritt für den Verein, denn Nachwuchsdozenten suche man händeringend – „das Angebot verteilt sich sonst auf immer weniger Schultern.“ Ebenfalls neu ist, dass immer mehr Kurse samstags stattfinden. Damit reagiert Johanna Bauer auf die Tatsache, dass viele Kinder heutzutage mit Ganztagsschulen und Hobbys nur noch wenig Zeit für andere Dinge haben – „vielleicht können wir dadurch mehr Teilnehmer gewinnen“, sagt sie.

Das komplette Programm und Anmeldungen unter www.kinder-und-kunst.de.