Farbenfroh, kreativ und spaßig – so stellt man sich einen Keller nicht unbedingt vor, doch der des Kunstmuseums ist genau das. Im „KiKu“-Keller des Vereins Kinder und Kunst wird ab der kommenden Woche ein neues Programm angeboten.

Insgesamt 18 Kurse bietet „KiKu“ für das nächste Halbjahr an. Dabei wird gemalt und gebaut, modelliert und montiert – die dabei entstehenden Werke dürfen die Teilnehmer alle mit nach Hause nehmen.

Nach der coronabedingten Pause von Mitte März an durften die Kurse ab 1. Juni wieder stattfinden. Seitdem müssen die Teilnehmer ihre Masken beim Betreten der Räumlichkeiten tragen, bis sie an ihrem Platz sind. Benötigtes Material für die Kurse wird von den Dozenten an den Plätzen bereitgelegt, damit auch während des Kurses der Abstand eingehalten werden kann. „Was vorher ein kreatives Chaos war, wird jetzt von den Dozenten vorbereitet, damit jeder alles an seinem Platz hat“, sagt Johanna Bauer. Sie kümmert sich um das Programm der Kinder- und Jugendkunstschule „KiKu“, die ihre Werkstatt im Keller des Kunstmuseums hat.

Darauf kommt es an

Zudem sind die Kurse auf maximal sechs Teilnehmer, von ursprünglich acht, oder drei Familien begrenzt worden. „Das, worauf es ankommt, dass man als Dozent mit den Kindern interagieren kann, funktioniert aber immer noch“, sagt Johanna Bauer. „Es ist nur eine geringe Änderung. Man baut die Kurse anders auf und bereitet sie entsprechend vor. So hat jeder sein Material, und es wird nichts getauscht.“

„Die größten coronabedingten Einschnitte bei den Kursen haben wohl die offenen Museumswerkstätten“, sagt Bauer. Hier musste die Teilnehmerzahl stark reduziert werden. Dennoch werden sieben Kurse stattfinden – von Zeichnen über Bildhauern bis hin zum Basteln von Weihnachtskarten und Faschingsmasken.

Inspirationen sammeln

Einige der Kurse sind mit den jeweils stattfindenden Ausstellungen des Kunstmuseums verbunden, wie beispielsweise die Kurse „Zeichnen nach Bildern“, in denen Fotografien der Ausstellung „Fotokunst“ als Vorlage dienen, oder der Kurs „Bildhauerwerkstatt“, in dem die Ausstellung „Franklin Pühn zum 95.“ besucht wird und danach mit unterschiedlichsten Materialien plastisch gestaltet werden kann.

Für die etwas älteren Teilnehmer steht zudem wieder der „Mappenkurs“ auf dem Programm. Schüler ab 16 Jahren, die einen Studiengang oder eine Ausbildung im Bereich Kunst anstreben, erarbeiten in diesem speziellen Kurs über mehrere Wochen ein individuelles Portfolio, welches oft für Bewerbungen benötigt wird, und besuchen zudem Ausstellungen und Kunstateliers.

Hausaufgaben statt Workshops

Auch das museumspädagogische Programm gestaltet sich anders als bisher. Workshops für Schulklassen oder Kindergartengruppen können momentan nicht stattfinden. „Da in den Ausstellungsräumen aber 60 Personen sein dürfen, bieten wir stattdessen 45-minütige Führungen an und geben den Schülern danach eine Art Hausaufgabe, die damit in Zusammenhang steht und die sie in der Schule oder zu Hause erledigen können“, so Bauer. Um in Kontakt zu bleiben, und damit die Schüler auch die Werke der anderen sehen können, gibt es nun einen Instagram-Kanal von „Kinder und Kunst“, auf dem die Kunstwerke dann veröffentlicht werden können.

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Heidenheim

Für jeden ist etwas dabei


Der Verein „Kinder und Kunst“ besteht seit 1985 und bietet im neuen Programm 18 Kurse für Teilnehmer im Alter von vier bis 99 Jahre an.

Anmeldungen für die Kurse sind im Museumsshop persönlich oder unter Tel. 07321.3274814 möglich.

Das komplette Programm gib es im aktuellen Programmheft oder unter www.kinder-und-kunst.de lr