Heidenheim / Klaus Dammann „Nightlife“ ist die next German Comedy. Und echt krass voll mit Klischees und US-Rapper-Slang.

Yo Man: Zwei Bros haben real problems, denn sie wollen von ihrem coolen Job als Barkeeper in der hotten Berliner Club-Action weg und ihr eigener Boss werden. Doch am Cash mangelt es den Guys und so betätigen sie sich als Gelegenheitsgangster im Clinch mit der russischen Mafia und einem crazy Österreicher. Dabei wartet auf den Einen ein romantic Date.

Aber erstmal genug von Anglizismen, US-Rapper-Slang und Gangstersprache wie sie in diesem Film so übertrieben üppig Verwendung finden. Simon Verhoeven hat „Nightlife“ (sorry – ist really der Titel dieser german Comedy) inszeniert. Besetzt mit einigen der üblichen Komödien-Verdächtigen heimischer Filmproduktion – Elyas M’Barek, Frederick Lau und Palina Rojinski – setzt sein Film ganz auf Figurenklischees, zunächst freilich zur Abgrenzung der normaler wirkenden Protagonisten, vorrangig bei den Nebenfiguren: Kreditberater Heiko, der seine Rollenspielabende nicht verpassen will, vom „Bachelor“ entlaufene und steroidschwangere Macho-Möchtegern-Musikstars, skrupellose Drogenhändler mit Goldkettchen über dem schwarzen Rolli. Aber schon bald passen sich auch Milo, Renzo und Sunny im Niveau ihren Co-Charakteren an.

Es ergibt sich eine wilde Jagd durch die Hauptstadtnacht, wirklich witziger wird das Epos dadurch jedoch auch nicht. Wie man das besser machen kann, zeigte einmal mehr vor einigen Jahren Hollywood mit der vergnüglichen Filmkomödie „Date Night“. Dagegen verlässt „Nightlife“ leider nie das Level der Oberflächlichkeit.

Millionen Zuschauer strömten im Land ins Kino, um „The Perfect Secret“ – sorry, schon wieder: „Das perfekte Geheimnis“ – zu sehen. Sie werden sich hier wohl ebenso amüsieren wie die „Hangover“-Fans. Eine nice Performance sucht man leider vergebens. Vielleicht hilft da aber ein Cocktail, zum Beispiel ein sugarfree Skinny Niagara, wie die Bachelors ihn im Film konsumieren: Ein vorausgehender Barbesuch könnte die Fun bei „Nightlife“ sicherlich upgraden.

Kino-Center, ab 12

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Ron Howard inszenierte das dokumentarische Porträt über den weltberühmten italienischen Operntenor Luciano Pavarotti mit Interviews und Live-Aufnahmen (Kulturfilm im Kino-Center, ab 0).

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Sehenswert

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