Wetter im Frühjahr

Wetterdienst: Außergewöhnlich sonniger Frühling

Wärmer, sonniger, trockener: Der Frühling hat sich vor allem zum Ende hin noch mal von seiner milden Seite gezeigt. Besonders in einer Region war es sonnig.

Der Frühling ist nach einer vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) deutlich wärmer und sonniger gewesen als im Schnitt. «Die Sonne spendierte außergewöhnlich viele Stunden und ließ das Frühjahr vielerorts eher an südlichere Breiten erinnern», schreibt der Wetterdienst in Offenbach.

Im Schnitt lag die Temperatur in Deutschland im Frühjahr bei 9,9 Grad und damit etwa 2,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. «Damit dürfte das Frühjahr 2026 zu den zehn mildesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 zählen», hieß es. Vor allem das warme Maiende habe die Gesamtbilanz nach oben geschraubt und dem Frühjahr «einen sommerlich bis regional hochsommerlichen Schlusspunkt» gegeben.

April besonders trocken – Norden besonders sonnig

Laut Wetterdienst fielen bundesweit rund 126 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Das seien nur etwa 68 Prozent des langjährigen Mittels. «Besonders trocken verlief der April, der nur gut die Hälfte seines Niederschlagssolls erreichte.»

Rund 692 Stunden Sonne gab es demnach im Frühling. Der Wert liegt laut Experten etwa 48 Prozent über dem Mittel. Bereits 2025 habe es ein außergewöhnlich sonniges Frühjahr gegeben, hieß es. 2026 sei das zweite Sonnenscheinextrem in Folge. «Besonders im Norden und Nordosten erreichte die Sonne gebietsweise über 750 Stunden – ein Rekord-Lichtangebot, das stellenweise eher an südlichere Breiten als an ein klassisches mitteleuropäisches Frühjahr erinnerte.»