Kein Hinweis auf Verbrechen

Verdächtiger von Stade tot in Zelle gefunden

Nach den tödlichen Schüssen in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade stirbt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen von Suizid im Gefängnis aus.

Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in Stade ist der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft gestorben. Ein Mitarbeiter des Gefängnisses fand den 45-Jährigen leblos in seiner Zelle in Bremervörde (Landkreis Rotenburg), wie das niedersächsische Justizministerium mitteilte. 

Ein Notarzt stellte am frühen Morgen den Tod des Gefangenen durch Strangulation fest. Ermittler gehen den Angaben zufolge von Suizid aus, es gebe keine Hinweise auf ein Verbrechen. Die Angehörigen des Toten und der Opfer seien informiert worden.

Der Mann soll Ende Juni in einer Mutter-Kind-Einrichtung sechs Menschen getötet haben, darunter jeweils drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes Hannover und der Einrichtung in Stade. Hintergrund war nach bisherigen Erkenntnissen ein Sorgerechtsstreit um die zur Tatzeit drei Monate alte Tochter des mutmaßlichen Schützen. Die Polizei nahm den Verdächtigen nach der Tat fest und ermittelte wegen Mordes.