Neue Flugzeuge

Verband: Kerosinverbrauch pro Passagier erneut gesunken

Fluggesellschaften in Deutschland senken weiter den Kerosinverbrauch pro Passagier. Was die Modernisierung der Flotten damit zu tun hat.

Bei den deutschen Fluggesellschaften ist der durchschnittliche Kerosinverbrauch pro Passagier im vergangenen Jahr erneut gesunken. Für eine Strecke von 100 Kilometern mussten pro Kopf 3,32 Liter Flugbenzin aufgewendet werden, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) berichtet. 2024 hatte der Wert bei 3,44 Litern gelegen und im Jahr 1990 noch bei 6,3 Litern. 

Der Verband führt den Rückgang auf die fortschreitende Modernisierung der Flotten zurück. Nach Verbandsangaben verfügen die deutschen Airlines wie Lufthansa oder Condor derzeit über 848 Flugzeuge. Bis 2036 seien 423 neue Maschinen bestellt oder vorgemerkt. «Der Austausch eines älteren Flugzeugs gegen ein Modell der neuesten Generation senkt den Kerosinverbrauch und die CO₂-Emissionen unmittelbar um bis zu 25 Prozent», erklärt dazu BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang.

Nach Angaben des BDL bremsen Lieferverzögerungen bei Herstellern die weitere Flottenerneuerung. Moderne Langstreckenflugzeuge verbrauchten je nach Bestuhlung zwischen 2,1 und 2,5 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer. Kritiker wie die Umweltorganisation Atmosfair verweisen allerdings darauf, dass der Luftverkehr seine Klimaziele insgesamt weiterhin verfehlt.