Cybersicherheit

USA: Hackerangriff auf E-Mailkonten

US-Regierungsbeamte sind Opfer eines Cyberangriffs geworden. Mutmaßlich ausgeführt von chinesischen Häckern. Sensible Inhalte sollen dabei nicht ergattert worden sein.

USA: Hackerangriff auf E-Mailkonten

Mutmaßlich chinesische Hacker konnten bei einem Angriff nach Angaben der US-Regierung auf E-Mailkonten von US-Regierungsbeamten zugreifen. «Ich betone, es waren nicht klassifizierte E-Mailkonten, also erhielten sie keine Geheiminformationen», sagte der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, dem US-Sender CNN.

Sullivan machte keine Angaben zu dem Hintergrund der Hacker und bestätigte nicht direkt, dass China hinter dem Angriff steckt. US-Außenminister Antony Blinken soll das Thema Medien zufolge bei einem Treffen mit Chinas oberstem Außenpolitiker Wang Yi in Jakarta zur Sprache gebracht haben.

Ministerium hatte «anomale Aktivitäten entdeckt»

Anfang der Woche hatte Microsoft erklärt, dass eine Gruppe chinesischer Hacker in die E-Mail-Systeme einiger seiner Kunden eingedrungen sei, um Informationen zu sammeln. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte später, dass das Ministerium «anomale Aktivitäten entdeckt» habe, nannte aber keine Details.

Im Mai teilte Microsoft mit, dass staatlich unterstützte chinesische Hacker verstärkt auf kritische Infrastruktur in den USA abzielten. Von den Angriffen betroffen seien verschiedene Organisationen in Bereichen wie Kommunikation, Produktion, Versorgungsbetriebe, Transport, Bau, Seefahrt, Regierung, Informationstechnologie und Bildung, hieß es. China wies die Vorwürfe zurück.

Zugang über den Clouddienste von Microsoft

Sullivan betonte, dass die Hacker den Zugang über Clouddienste von Microsoft erhalten hätten. «Wir haben den Angriff entdeckt, ihn schnell abgeschaltet und nun Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass es sich nicht um eine ständige Sicherheitslücke handelt.» Er sagte generell über Hackerangriffe: «Das geht schon lange so, über mehrere Regierungen hinweg sind wir mit solchen Dingen konfrontiert.» Die US-Regierung habe in all diesen Fällen Schritte unternommen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, und werde das auch hier versuchen, so Sullivan. Der Vorfall werde weiter untersucht. Berichten zufolge war das E-Mailkonto von US-Handelsministerin Gina Raimondo von dem Angriff betroffen.