In die Ermittlungen zum plötzlichen Tod von US-Schauspielerin Hayden Panettiere hat sich Medienberichten zufolge die Antidrogenbehörde der Vereinigten Staaten eingeschaltet. Die «New York Times» und der US-Sender ABC News berichteten jeweils unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Quellen, dass die DEA sich den Untersuchungen angeschlossen habe.
Die Schauspielerin, bekannt aus Serien wie «Heroes» oder «Nashville» oder auch Teilen der «Scream»-Filmreihe, war am Sonntag im Alter von 36 Jahren in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina gestorben.
Als US-Bundesbehörde im Kampf gegen Drogenhandel und -herstellung ist die DEA häufiger an langwierigen und großangelegten Einsätzen etwa gegen internationale Schmugglerbanden beteiligt. Immer wieder unterstützen DEA-Beamte aber auch örtliche Strafverfolgungsbehörden bei Ermittlungen - so zum Beispiel bei den Drogen, die beim Tod von US-Schauspieler Matthew Perry im Oktober 2023 eine Rolle spielten, wie die «New York Times» schreibt.
Warum die DEA nun auch den Tod von Panettiere mit untersucht, war zunächst nicht bekannt.
Ursache des plötzlichen Todes noch ungeklärt
Laut ihrem am Dienstag veröffentlichten Einsatzbericht war die Polizei von Greenville am Sonntag wegen einer «nicht ansprechbaren Frau» zu einer Wohnung gerufen worden. Mehrere Rettungskräfte seien bereits dagewesen und hätten umfangreiche Reanimationsversuche unternommen, bevor sie Panettiere schließlich für tot erklärten.
Die Polizei verständigt hatte laut dem Einsatzbericht Brian Hickerson, mit dem die Schauspielerin den US-Medien zufolge zeitweilig eine Beziehung hatte. Auch dessen Bruder Zach hielt sich laut Bericht zu dem Zeitpunkt in der Wohnung auf. Hickerson zeigte den Beamten demnach auch einen Beutel mit Panettieres aktuell eingenommenen Medikamenten. Die Details zum Inhalt waren im Bericht allerdings geschwärzt. Die vorläufigen Ermittlungen zum Tod ergaben laut Polizei keine Hinweise auf ein Verbrechen oder verdächtige Umstände.
Probleme einer belasteten Vergangenheit
Panettiere stand in den USA schon als Kind vor der Kamera. Im Mai brachte sie eine Biografie heraus, in der sie unter anderem über ihre Wochenbettdepression und Alkoholsucht schrieb. In mehreren Interviews thematisierte sie zudem ihren Umgang mit Suchterkrankungen, aber auch ihre schwierige Kindheit als Jung-Star, ihre distanzierte Beziehung zu ihrer Mutter sowie die tiefe Trauer um den 2023 an einer Herzkrankheit gestorbenen jüngeren Bruder.
Ihre 2014 geborene Tochter Kaya lebt seit einigen Jahren in Europa bei ihrem Vater, dem Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko.
