Ein starkes Erdbeben hat Südmexiko erschüttert und war im Nachbarland Guatemala ebenfalls zu spüren. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte ereignete sich das Beben der Stärke 7,3 vor der mexikanischen Pazifikküste rund 48 Kilometer südwestlich von Aquiles Serdán im Bundesstaat Chiapas in einer Tiefe von 15 Kilometern. Eine Tsunami-Warnung wurde herausgegeben, wie der Marineminister Raymundo Morales sagte.
Das mexikanische Seismologische Institut gab die Stärke mit 7,4 und die Tiefe mit zehn Kilometern an. Auf das Beben folgten demnach mehrere mittelschwere bis starke Nachbeben, eines davon der Stärke 6,1. «Es gibt keine großen Schäden», sagte Morales in der karibischen Ortschaft Tulum bei der Pressekonferenz der Präsidentin Claudia Sheinbaum nach vorläufigen Erkenntnissen. Die Menschen wurden aufgerufen, sich von der Küste fernzuhalten. Der Meeresspiegel könne bis zu einem halben Meter ansteigen.
Zunächst wurden keine Todesopfer oder Verletzten gemeldet, wie der Leiter des Zivilschutzes von Chiapas, Arturo Barrientos, dem Sender N+ sagte. Die Protokolle zur Überprüfung möglicher Schäden liefen dennoch weiter. Nach der Erschütterung um 08.48 Uhr Ortszeit (16.48 MESZ) gingen in Chiapas Menschen auf die Straßen, um sich in Sicherheit zu bringen.
