Raumfahrt

Nasa baut Mondprogramm weiter um - Präsenz auf Dauer geplant

Der neue Nasa-Chef Jared Isaacman greift weiter durch: Erst hat er die bemannten Mondmissionen komplett umgeschmissen, jetzt gibt es weitere Planänderungen - für Mond und Mars.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa baut ihr Mondprogramm weiter grundlegend um: Es werde nun eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond anvisiert, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman bei einer Veranstaltung in Washington. «Diese Mondstation wird nicht über Nacht erscheinen. Wir werden in den nächsten sieben Jahren rund 20 Milliarden Dollar investieren und sie mit Dutzende von Missionen bauen.»

Die Pläne für eine um den Mond kreisende Raumstation namens «Gateway» würden im Gegenzug zumindest vorerst eingestampft. Die Raumstation, an der auch die europäische Raumfahrtagentur Esa beteiligt war, sollte als Zwischenstation für bemannte Missionen zum Mond und später möglicherweise auch zum Mars dienen. 

Außerdem plane die Nasa, bis 2028 das erste nuklearbetriebene Raumschiff zum Mars zu schicken, sagte Isaacman weiter. «Die Nasa ist verpflichtet, erneut das fast Unmögliche zu erreichen: Vor dem Ende der Amtszeit von Präsident Trump auf den Mond zurückzukehren, eine Mondbasis zu bauen, eine anhaltende Präsenz zu etablieren und die anderen Dinge zu tun, die eine amerikanische Anführerschaft im Weltraum sicherstellen.»