Winter-Paralympics

Mit Sledgehockey-Spieler: Forster wieder Fahnenträgerin

Schon in Peking hat sie die Ehre: Anna-Lena Forster ist wieder deutsche Fahnenträgerin bei den Winter-Paralympics. Dafür hat die Monoski-Fahrerin einen neuen Partner. Und noch etwas ist anders.

Die alpine Skirennläuferin Anna-Lena Forster ist zum zweiten Mal die deutsche Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics. Wie bereits 2022 in Peking ist die viermalige Paralympicssiegerin im Monoski für diese Aufgabe ausgewählt worden. Neben der 30-Jährigen ist Sledgehockey-Spieler Jörg Wedde zweiter Fahnenträger. Der 60 Jahre alte Hannoveraner war schon bei den Paralympics 2006 in Turin dabei, als sich die deutsche Auswahl zuletzt für die Spiele der Sportler mit Handicap qualifiziert hatte.

Im Gegensatz zu Peking, wo Forster gemeinsam mit dem nordischen Skisportler Martin Fleig das deutsche Team angeführt hatte, wird das Duo die Fahne jedoch nicht persönlich bei der Eröffnungsfeier an diesem Freitag ins Amphitheater von Verona führen. Die Feier findet ohne Mannschaften statt. Stattdessen wird wie von allen Fahnenträgern lediglich ein Video auf der Leinwand eingespielt.

Keine Sportler bei Eröffnungsfeier

Das Internationale Paralympics Komitee (IPC) hatte auf dpa-Anfrage mitgeteilt, dass keine Athletinnen und Athleten als Fahnenträger für ihre Länder auftreten. Stattdessen übernehmen Freiwillige diese Rolle. Ziel sei es, «Einheitlichkeit zwischen den Delegationen zu gewährleisten».

Hintergrund der Entscheidung sind nach Angaben des IPC logistische Gründe - vor allem mit Blick auf die langen Reisezeiten zwischen den Wettkampforten Mailand, Cortina und Tesero sowie Verona. Viele Delegationen hätten wegen anstehender Wettkämpfe am folgenden Morgen keine Athletinnen und Athleten zur Feier entsandt, hieß es.