Mit Jürgen Klopp als «Glücksbringer» hat RB Leipzig den ersten Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte bei Eintracht Frankfurt gefeiert und einen großen Schritt in Richtung Königsklasse gemacht. Unter den Augen des Fußball-Weltbosses von Red Bull gewannen die Sachsen das Topspiel des 30. Spieltages dank eines beherzten Auftritts mit 3:1 (1:1) und holten im zehnten Anlauf den lang ersehnten Premieren-Dreier am Main.
Vor 58.500 Zuschauern brachte Yan Diomande den Champions-League-Anwärter in der 27. Minute in Führung, die Hugo Larsson (34.) ausglich. Antonio Nusa (70.) und Conrad Harder (81.) trafen nach dem Wechsel zum Sieg für die Leipziger, die sich mit nun 59 Punkten zumindest über Nacht auf Rang drei verbesserten. Frankfurt bleibt mit 42 Zählern Tabellensiebter, kann am Sonntag aber von Verfolger SC Freiburg (40) überholt werden.
Zäher Beginn
Leipzig-Coach Ole Werner ließ Kapitän David Raum auf der Bank, weil der Nationalspieler (Leistenprobleme) nicht hundertprozentig fit war. Neben dem gelb-gesperrten Xaver Schlager fehlte bei den Gästen zudem Abwehrspieler Willi Orban wegen einer Oberschenkelblessur. Für den Ungarn kam Lukas Klostermann zu seinem ersten Startelf-Einsatz in dieser Saison.
Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, als die neu formierte Leipziger Defensive erstmals ins Schwitzen kam. Nach einem Zuspiel von Fares Chaibi kam Jonathan Burkardt in zentraler Position frei zum Abschluss, doch RB-Torwart Maarten Vandevoordt konnte den zu unplatzierten Schuss abwehren.
Die nächsten gefährlichen Aktionen gehörten den Leipzigern. Gleich zweimal zielte Diomande jedoch zu ungenau. Insgesamt agierten beide Teams mit zu wenig Tempo, sodass sich das Geschehen überwiegend zwischen den Strafräumen abspielte.
Doch dann setzte Diomande plötzlich zu einem unwiderstehlichen Solo an. Der 19 Jahre alte Ivorer, der mit der Elfenbeinküste in der WM-Vorrunde auf die DFB-Auswahl trifft, umkurvte gleich mehrere Gegenspieler und vollendete mit einem trockenen Schuss aus rund 16 Metern ins Eck. Es war das zwölfte Saisontor von Diomande, der beim 6:0 in der Hinrunde gleich dreimal getroffen hatte.
Flottes Spiel nach der es Spiel nach der Pause
Die Antwort der Hessen, die auf die verletzten Kaua Santos, Rasmus Kristensen, Jean-Matteo Bahoya und Nnamdi Collins verzichten mussten, ließ nicht lange auf sich warten. Einen gelungenen Angriff über mehrere Stationen schloss Larsson per Kopf ab.
In der zweiten Halbzeit nahm die Partie richtig Fahrt auf. Kurz nach Wiederbeginn scheiterte Christoph Baumgartner an Eintracht-Torwart Michael Zetterer, wenig später auf der Gegenseite Oscar Højlund nach starkem Solo am gut reagierenden Vandevoordt.
Beide Teams spielten nun mutiger nach vorn und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten - konnten sich aber auch auf ihre erstklassigen Torhüter verlassen. 20 Minuten vor Schluss gingen die Gäste dann doch wieder in Führung: Nusa überwand Zetterer mit einem fulminanten Schuss aus rund 18 Metern. Als Harder nachlegte, war das Spiel entschieden.

