Nach dem Lawinenunglück vom Wochenende in Südtirol ist ein weiterer Skifahrer gestorben. Der 44 Jahre alte Mann aus Österreich erlag im Krankenhaus von Bozen seinen Verletzungen, wie die Klinik mitteilte. Damit kamen insgesamt vier Menschen ums Leben: zwei weitere Männer im Alter von 56 und 62 Jahren sowie eine 26-jährige Frau, alle aus Italien. Drei Deutsche wurden teils schwer verletzt. Sie sind jedoch nicht in Lebensgefahr.
Die etwa 150 Meter breite und 800 Meter lange Lawine hatte am Samstag in hochalpinem Gelände nach Angaben der Bergwacht insgesamt zwei Dutzend Skifahrer erfasst, die als Tourengeher unterwegs waren. Das Schneebrett löste sich in der Nähe der 2.669 Meter hohen Hohen Ferse bei Ratschings.
Insgesamt kamen in Europa in dieser Wintersaison bereits mindestens 130 Menschen durch Lawinen ums Leben. Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit jetzt 36 Todesopfern in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). Dies geht aus aktuellen Zahlen des European Avalanche Warning Service (EAWS) hervor, einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten. In Deutschland gab es nach dieser Statistik bislang keine Todesopfer.

