Wald von Fontainebleau

Feuerwehrmann gesteht Mitschuld an Waldbrand bei Paris

850 Einsatzkräfte kämpfen gegen ein Flammenmeer bei Paris, während ein Feuerwehrmann und ein Raucher ihre Beteiligung an dem Waldbrand einräumen. Hunderte Anwohner werden in Sicherheit gebracht.

Nach dem verheerenden Brand im bekannten Wald von Fontainebleau südlich von Paris hat die Polizei sechs Menschen unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen. Zwei Männer, darunter ein freiwilliger Feuerwehrmann, hätten zugegeben, den Brand mitverursacht zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit, wie die Zeitung «Le Parisien» und der Sender BFMTV berichteten. Der örtliche Feuerwehrmann habe gestanden, mit einem Feuerzeug und Benzin ein Feuer in einem Reisighaufen gelegt zu haben, zum Motiv seiner Tat war zunächst nichts bekannt. Der andere Mann habe unabsichtlich mit einer weggeworfenen Zigarettenkippe zum Brandausbruch beigetragen.

Rund 850 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge bekämpfen weiterhin das Feuer in dem Waldgebiet rund 60 Kilometer südlich von Paris, in dem sich auch das Schloss von Fontainebleau befindet. Rund 2.250 Hektar Fläche wurden bereits von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Der Brand war am späten Sonntagnachmittag am Rande einer Autobahn ausgebrochen. Rund 800 Anwohner wurden seitdem in Sicherheit gebracht. Menschen kamen bisher nicht zu Schaden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach «unseren Feuerwehrleuten und Rettungskräften, die heute gegen die Brände kämpfen», die Anerkennung der Nation aus.