Beim Deutschen Filmpreis geht das Drama «In die Sonne schauen» von Regisseurin Mascha Schilinski mit den meisten Nominierungen ins Rennen. Der Film ist gleich elfmal vorgeschlagen - etwa für den besten Spielfilm, die beste Regie und das beste Drehbuch, wie die Deutsche Filmakademie zwei Monate vor der Verleihung bekanntgab.
Das Politdrama «Gelbe Briefe» von Regisseur İlker Çatak kommt auf neun Nominierungen. Jeweils sieben Nominierungen haben die Buchverfilmung «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke» von Simon Verhoeven und das Drama «Das Verschwinden des Josef Mengele» von Kirill Serebrennikow.
Um die Auszeichnung als bester Spielfilm konkurrieren neben diesen vier Filmen noch zwei weitere Produktionen: das Drama «Amrum» von Regisseur Fatih Akin und die Literaturverfilmung «22 Bahnen» von Mia Maariel Meyer.
Die Auszeichnungen werden am 29. Mai in Berlin verliehen. Ähnlich wie bei den Oscars in den USA stimmen die Mitglieder der Deutschen Filmakademie über viele der Preisträgerinnen und Preisträger ab.
Wer Chancen auf den Schauspielpreis hat
Schauspielerin Senta Berger ist für «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke» als beste Hauptdarstellerin vorgeschlagen. Nominiert sind auch Özgü Namal («Gelbe Briefe») und Luna Wedler («22 Bahnen»).
Als beste Hauptdarsteller sind Bruno Alexander («Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke»), August Diehl («Das Verschwinden des Josef Mengele») und Tansu Biçer («Gelbe Briefe») nominiert.
Im vergangenen Jahr hatte der Thriller «September 5» von Regisseur Tim Fehlbaum über das Olympia-Attentat 1972 in München die Goldene Lola für den besten Spielfilm gewonnen.
Fest steht bereits, dass Regisseur Wim Wenders («Paris, Texas», «Perfect Days») in diesem Jahr den Ehrenpreis bekommt. Die Auszeichnung für den besucherstärksten Film geht an «Das Kanu des Manitu» von Regisseur und Schauspieler Michael «Bully» Herbig.

