Bundesbank-Bilanz

Dank Preisrally: Deutsche Goldreserve gewinnt rasant an Wert

Der immens gestiegene Goldpreis an den Börsen macht sich auch bei der Bundesbank bemerkbar. Die deutschen Goldreserven haben stark an Wert gewonnen - um einen dreistelligen Milliardenwert.

Milliardenplus dank Goldpreisrallye: Die deutschen Goldreserven haben im vergangenen Jahr stark an Wert gewonnen. Die Bundesbank beziffert den Wert aller Goldbestände in ihrem Geschäftsbericht per Ende 2025 auf 395,2 Milliarden Euro - rund 125 Milliarden mehr als ein Jahr zuvor. 

Die deutschen Goldreserven profitierten von einem starken Anstieg des Goldpreises auf dem Weltmarkt. An der Börse in London wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) noch Anfang 2025 bei etwa 2.600 Dollar gehandelt. Zum Jahresende war die Notierung bis auf etwa 4.300 Dollar gestiegen, zuletzt lag der Preis bei knapp 5.200 Dollar.

Sicher unter Trump? Debatte um deutsches Gold in den USA

Die Goldbestände der Bundesbank von 3.350 Tonnen sind die zweitgrößten weltweit nach denen der USA. Der größte Teil davon wird in Frankfurt gelagert, mit nach wie vor 1.710 Tonnen. Auch die deutschen Goldbestände, die in New York lagern, haben sich mit 1,236 Tonnen nicht verändert. Dagegen sind die Bestände, die in London verwahrt werden, um etwa eine Tonne auf 404 Tonnen gesunken. Wie die Bundesbank weiter mitteilte, hat sich der Goldbestand im vergangenen Jahr um 1,26 Tonnen verringert. Diese Menge wurde für die Prägung von Goldmünzen genutzt. 

Der aggressive Kurs von Trump im Grönland-Konflikt zu Jahresbeginn hatte eine Debatte ausgelöst, ob das deutsche Gold in den USA noch sicher ist. Es mehrten sich Forderungen, die Bestände nach Deutschland zu holen. Bundesbank-Präsident Nagel hatte dem eine Absage erteilt.