Biathletin Franziska Preuß hat ihre Karriere ohne olympische Einzelmedaille beendet. Im letzten Wettbewerb ihrer langen Laufbahn belegte die 31-Jährige aus Ruhpolding im abschließenden Massenstart bei Olympia nur den 28. Platz.
Nach sieben Strafrunden hatte Deutschlands Sportlerin des Jahres 3:32,4 Minuten Rückstand auf Olympiasiegerin Océane Michelon aus Frankreich. Silber ging nach 12,5 Kilometern zum Abschluss der Rennen in Antholz an deren Teamkollegin Julia Simon, Bronze gewann Tereza Vobornikova aus Tschechien.
Vanessa Voigt hatte beim letzten Schießen noch die Chance auf eine Medaille, vergab jedoch den letzten ihrer 20 Schüsse der Konkurrenz und kam am Ende auf Rang sieben. Für das französische Biathlon-Team war es das sechste Gold in Antholz.
Schlechteste Bilanz für deutsches Biathlon-Team
Der Deutsche Skiverband schloss die Winterspiele mit der schlechtesten Bilanz ab, seitdem Frauen und Männer 1992 gemeinsam bei Olympia antreten. Bislang hatte es immer mindestens zwei deutsche Medaillen gegeben - so wie zuletzt mit Gold und Bronze vor vier Jahren in Peking. Bronze zum Auftakt mit der Mixed-Staffel blieb das einzige richtige Erfolgserlebnis bei den insgesamt elf Wettbewerben in Südtirol.
Preuß hatte am Freitag angekündigt, nur noch den Massenstart zu bestreiten und anschließend sofort zurückzutreten. Die Bayerin nimmt nicht mehr an den verbleibenden drei Weltcups in Estland, Finnland und Norwegen teil. Damit verliert das deutsche Team die erfolgreichste Biathletin der vergangenen Jahre. In der vorigen Saison hatte sie erstmals den Gesamtweltcup gewonnen und sich in der Schweiz zur Weltmeisterin in der Verfolgung gekrönt.

