Fünf Monate nach tödlichen Messerstichen auf einen 16-Jährigen in einem Supermarkt in Lemgo bei Bielefeld hat der Angeklagte die Tat gestanden. Zu Beginn des Mordprozesses gegen den mutmaßlichen Angreifer am Landgericht Detmold sagte der 33-jährige Deutsche, er habe zweimal auf den Jugendlichen eingestochen.
Der Angeklagte berichtete von Drogenabhängigkeit und mehreren stationären Aufenthalten wegen psychischer Erkrankungen. Auch am Tatabend habe er Amphetamine und Alkohol konsumiert. Er sei vor der Tat wütend und in aggressiver Stimmung gewesen. Sein späteres Opfer habe er nicht gekannt, sagte der Angeklagte.
Laut Staatsanwaltschaft folgte der Mann dem Schüler am 20. Oktober nach kurzem Kontakt auf dem Parkplatz ins Geschäft und stach zweimal mit einem Küchenmesser auf den Jugendlichen ein - in den Oberkörper und in den Kopf, vor den Augen von Kunden und Beschäftigten. Das Tatgeschehen im Supermarkt lässt sich dem Gericht zufolge durch Überwachungskamera nachverfolgen. Verteidiger Jerrit Schöll ergänzte, sein Mandant wolle die volle Verantwortung für seine Tat übernehmen.
Für den ersten Prozesstag waren mehrere Zeugen geladen, auch zwei Begleiter des 16-Jährigen, die damals fliehen konnten. Die Eltern des Jungen traten als Nebenkläger auf.

