Hongkong

90 Minuten ohne Messi - Fans und Regierung verärgert

Binnen weniger Stunden waren die Tickets für das Spiel vergriffen. Die Fans wollten Superstar Lionel Messi sehen. Doch sein Trainer ließ ihn auf der Bank - aus bestimmtem Grund.

Frustrierte Fußballfans und die Regierung Hongkongs haben ihrem Ärger über die Abwesenheit von Superstar Lionel Messi beim Gastspiel zwischen dem US-Club Inter Miami und Hong Kong XI Luft gemacht.

Viele Fans hätten sich auf das Freundschaftsspiel gefreut, und viele Touristen seien dafür eigens nach Hongkong gekommen, teilte die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion nach Abpfiff mit.

«Die Regierung und alle Fußballfans sind äußerst enttäuscht, dass Messi in dem Freundschaftsspiel weder spielen noch den Fans auf Bitte persönlich eine Erklärung geben konnte», hieß es weiter.

Buhrufe im Stadion

Messis Club Inter Miami gewann das Freundschaftsspiel in Hongkong vor rund 38.000 Zuschauern gegen das Team der früheren britischen Kronkolonie mit 4:1 (1:1). Dem 36 Jahre alten Argentinier macht laut Medienberichten eine Muskelverletzung zu schaffen. Neben dem mehrfachen Weltfußballer ließ der argentinische Trainer Gerardo Martino auch den früher für den FC Barcelona stürmenden Uruguayer Luis Suárez (37) das gesamte Spiel über auf der Bank. Er habe die beiden damit schonen wollen, begründete der Coach die Entscheidung. Die enttäuschten Fans bat er um Verzeihung.  

Manche Fans hatten nach eigenen Angaben umgerechnet mehrere Hundert Euro bezahlt, um Messi zu sehen, wie die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» berichtete. Ein Anhänger sagte der Zeitung, er sei aus dem australischen Melbourne für das Spiel angereist. Im Stadion waren laut Medienberichten Buhrufe zu hören. Einige Zuschauer verlangten demnach ihr Geld zurück. 

Der Verein aus der US-amerikanischen Major League Soccer bereitet sich mit einer Freundschaftsspiel-Tour durch verschiedene Länder auf die kommende Saison vor. Am vergangenen Donnerstag verlor Miami beim saudi-arabischen Club Al-Nassr mit 6:0. Messi spielte dort gegen Ende für ein paar Minuten. Als Nächstes wird die Mannschaft in Japan erwartet.